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Frankreich bei der WM 2026 – Les Bleus auf der Jagd nach dem dritten Stern

Französische Nationalmannschaft Les Bleus bei der WM 2026

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Die Szene brennt sich ein: Kylian Mbappé, drei Tore im WM-Finale, der beste Spieler auf dem Platz – und doch Verlierer. Das Elfmeterschießen gegen Argentinien endete mit gesenktem Kopf, mit Tränen, die er vor den Kameras verbarg. Dreieinhalb Jahre später steht Mbappé vor seiner vielleicht letzten Chance, diesen Schmerz in Triumph zu verwandeln. Frankreich, Weltmeister 2018, Vize-Weltmeister 2022, reist nach Nordamerika mit einem einzigen Ziel: den dritten Stern.

Ich erinnere mich an jenes Finale in Lusail, als wäre es gestern gewesen. Frankreich lag 0:2 zurück, die Niederlage schien besiegelt. Dann kam Mbappés Wahnsinn: zwei Tore in 97 Sekunden, das Spiel auf den Kopf gestellt. Sein Hattrick in der Verlängerung war historisch – und doch nicht genug. Argentinien gewann, Messi bekam seinen Pokal, und Mbappé stand da mit leeren Händen. Dieses Bild wird ihn antreiben, jeden Tag bis zum Anpfiff der WM 2026.

Kein anderes Team der vergangenen Dekade war bei Weltmeisterschaften konstanter als Les Bleus. Viertelfinale 2014, Finale 2016 bei der Heim-EM, Weltmeister 2018, Finale 2022 – das ist eine Bilanz, die niemand sonst vorweisen kann. Didier Deschamps hat aus einer Ansammlung von Einzelkönnern eine Turniermannschaft geformt, die in entscheidenden Momenten liefert. Und nun, bei seinem letzten großen Turnier als Nationaltrainer, will er den ultimativen Abschied: einen zweiten WM-Titel, den dritten für Frankreich nach 1998 und 2018.

Die Buchmacher sehen Frankreich als größten Favoriten der WM 2026. Mit Quoten zwischen 5.00 und 6.00 liegt die Équipe Tricolore knapp vor Argentinien, England und Brasilien. Diese Favoritenrolle ist keine Überraschung – kein anderer Kader vereint so viel Erfahrung, Tiefe und individuelles Talent. Die Frage ist nicht, ob Frankreich gut genug ist. Die Frage ist, ob das Team die psychische Wunde von Katar verarbeitet hat und bereit ist, ein weiteres Mal alles zu geben.

Die Qualifikation für die WM 2026 war für Frankreich eine Formalität. Platz eins in der europäischen Qualifikationsgruppe, keine einzige Niederlage, das beste Torverhältnis aller europäischen Teilnehmer. Deschamps nutzte diese Spiele, um neue Spieler zu integrieren, Taktiken zu verfeinern und die Mannschaft auf das große Turnier vorzubereiten. Der Weg nach Nordamerika war vorgezeichnet – jetzt beginnt die eigentliche Mission.

Der Kader 2026: Tiefe wie keine andere Nation

Wenn Didier Deschamps seinen 26-Mann-Kader für die WM 2026 nominiert, wird er schmerzhafte Entscheidungen treffen müssen. Frankreichs Problem ist ein Luxusproblem: Es gibt schlicht zu viele Weltklassespieler für die verfügbaren Plätze. In jeder Position kann Deschamps aus mehreren Optionen wählen, die anderswo unumstrittene Stammspieler wären. Diese Tiefe ist Frankreichs größter Vorteil in einem Turnier, das 39 Tage dauert und bis zu sieben Spiele umfassen kann. Verletzungen, Sperren, Ermüdung – all das kann Frankreich besser kompensieren als jedes andere Team.

Im Tor hat sich Mike Maignan als Nachfolger von Hugo Lloris etabliert. Der AC-Mailand-Keeper bringt alles mit, was ein moderner Torhüter braucht: exzellente Reflexe, Mut beim Herauslaufen, starkes Fußspiel für den Spielaufbau von hinten. Seine Ruhe in Drucksituationen hat er in der Champions League bewiesen, und bei der Nationalmannschaft wächst sein Selbstvertrauen mit jedem Spiel. Alphonse Areola und Brice Samba stehen als erfahrene Backups bereit – beide würden bei anderen Nationen um den Stammplatz kämpfen.

Die Abwehr ist Frankreichs traditionelle Stärke, und 2026 bildet keine Ausnahme. William Saliba hat sich bei Arsenal zum vielleicht besten Innenverteidiger der Welt entwickelt – erst 25 Jahre alt, aber mit der Reife eines Veteranen. Seine Antizipation, sein Stellungsspiel, seine Ruhe am Ball sind außergewöhnlich. Neben ihm steht Dayot Upamecano, dessen Tempo und Physis jeden Stürmer vor Probleme stellt, selbst wenn er manchmal zu Konzentrationsschwächen neigt. Ibrahima Konaté bietet eine weitere Option auf Weltklasseniveau, falls Upamecano ausfällt oder eine Pause braucht. Auf den Außenpositionen liefern Theo Hernández die offensive Durchschlagskraft – seine Vorstöße über links sind eine Waffe – und Jules Koundé die defensive Stabilität. Benjamin Pavard, noch immer zuverlässig mit 30 Jahren, kann als Backup auf beiden Seiten agieren.

Das Mittelfeld ist der Bereich, in dem Frankreichs Qualität am deutlichsten wird. Aurélien Tchouaméni hat sich bei Real Madrid zum kompletten Sechser entwickelt, sein Stellungsspiel und sein Passspiel bilden das Fundament des französischen Spiels. Er ist der Spieler, der Frankreich erlaubt, offensiv zu spielen, weil er die Räume hinter der Mittellinie kontrolliert. Eduardo Camavinga bringt Dynamik, Dribblings und Torgefahr aus der Tiefe – ein Spieler, der in engen Spielen den Unterschied machen kann. N’Golo Kanté, mittlerweile 35 Jahre alt, könnte als erfahrener Stabilisator eine Rolle von der Bank spielen, auch wenn seine Beine nicht mehr die von 2018 sind. Und dann ist da noch Antoine Griezmann – nicht mehr der Stürmer von einst, aber als Zehner hinter der Spitze weiterhin unverzichtbar, ein Spieler, der Räume findet und Chancen kreiert wie kein anderer im französischen Kader.

Der Angriff ist schlicht atemberaubend – das Beste, was der Weltfußball zu bieten hat. Kylian Mbappé, jetzt 27 Jahre alt und auf dem Höhepunkt seiner Karriere, führt die Offensive an. Seine Zeit bei Real Madrid hat ihn als Spieler reifen lassen, seine Explosivität ist weiterhin unübertroffen, sein Abschluss tödlicher denn je. Mbappé in Topform ist der beste Spieler der Welt, und bei einer WM wird er in Topform sein – daran besteht kein Zweifel. Neben ihm kann Deschamps aus einem Arsenal wählen, das jeden Trainer neidisch machen würde: Ousmane Dembélé mit seiner unberechenbaren Kreativität und seinen Dribblings durch ganze Abwehrreihen, Marcus Thuram mit seiner physischen Präsenz und seinem verbesserten Torinstinkt, Randal Kolo Muani mit seinem Gespür für den richtigen Moment im Strafraum, Bradley Barcola als aufstrebender Star, der bei Paris Saint-Germain bereits Stammspieler ist. Und dann ist da noch Olivier Giroud – sollte Deschamps den 39-Jährigen noch einmal mitnehmen, brächte er Erfahrung und Kopfballstärke, die in späten Spielphasen entscheidend sein kann. Giroud hat bei jeder WM geliefert, auf seine Art.

Mbappé und die französische Armada

Kylian Mbappé ist der Spieler, um den sich alles dreht. Seit seinem Durchbruch bei der WM 2018 – er war 19, er war unwiderstehlich – hat er sich zum besten Spieler der Welt entwickelt. Sein Wechsel zu Real Madrid war der logische nächste Schritt einer Karriere, die auf Größe ausgelegt ist. Bei der WM 2026 wird er 27 sein, im perfekten Alter für einen Stürmer, der ein Turnier dominieren will.

Was Mbappé von anderen Superstars unterscheidet, ist seine Fähigkeit, in großen Momenten zu liefern. Vier Tore bei der WM 2018, darunter eines im Finale. Fünf Tore bei der WM 2022, davon drei im Finale – ein Hattrick, der ihn unsterblich gemacht hätte, wäre Frankreich Weltmeister geworden. In K.o.-Spielen, unter Druck, wenn es wirklich zählt, ist Mbappé der Spieler, den jedes Team gerne hätte. Sein Tempo ist weiterhin sein größtes Ass: Kaum ein Verteidiger kann mit ihm mithalten, wenn er den Ball in den Raum gespielt bekommt und seine Geschwindigkeit ausspielt.

Die französische Armada um Mbappé herum ist das, was dieses Team so gefährlich macht. Ousmane Dembélé hat bei Paris Saint-Germain endlich die Konstanz gefunden, die ihm jahrelang fehlte. Seine Dribblings und seine Fähigkeit, das 1-gegen-1 zu gewinnen, machen ihn zum perfekten Gegenpol zu Mbappé auf der anderen Seite. Marcus Thuram hat bei Inter Mailand gezeigt, dass er auch als Mittelstürmer funktionieren kann – seine Bewegungen ohne Ball und sein Pressing passen perfekt zu Deschamps‘ System.

Antoine Griezmann bleibt der unterschätzte Held dieses Teams. Er ist nicht mehr der Torjäger, der 2016 die EM fast im Alleingang gewonnen hätte, aber als kreativer Kopf hinter der Spitze ist er unverzichtbar. Seine Arbeit gegen den Ball, seine Pässe in die Tiefe, seine Freistöße – all das macht Frankreichs Angriff noch gefährlicher. Mit 35 Jahren wird dies vermutlich seine letzte WM sein, und er wird alles geben, um sie mit einem Titel zu beenden.

Gruppe I: Frankreich gegen Senegal, Norwegen und Irak

Die Auslosung war Frankreich wohlgesonnen. Gruppe I mit Senegal, Norwegen und Irak stellt keine Hürde dar, die Les Bleus ernsthaft gefährden könnte. Das bedeutet nicht, dass Deschamps die Gruppenphase auf die leichte Schulter nehmen wird – im Gegenteil. Er wird diese Spiele nutzen, um sein Team einzuspielen, Taktiken zu testen und Selbstvertrauen aufzubauen. Aber die Sorge, nicht weiterzukommen, existiert praktisch nicht. Frankreich ist der klarste Favorit einer Gruppe bei diesem Turnier.

Senegal ist der interessanteste Gegner der Gruppe und wird das erste Spiel für Frankreich sein. Die Mannschaft, die 2022 das Achtelfinale erreichte und erst an England scheiterte, hat sich weiterentwickelt. Sadio Mané ist älter geworden, spielt mittlerweile in Saudi-Arabien, aber seine Erfahrung und sein Instinkt bleiben wertvoll. Ismaïla Sarr, Iliman Ndiaye und Pape Matar Sarr bilden eine neue Generation talentierter Spieler, die in europäischen Topligen ihr Können beweisen. Senegal wird defensiv agieren und auf Konter setzen – eine Taktik, die gegen überlegene Gegner funktionieren kann. Für Frankreich ist es ein Test: Können sie eine tiefstehende Mannschaft knacken, die auf den einen Fehler wartet?

Norwegen bringt mit Erling Haaland den vielleicht gefährlichsten Einzelspieler der Gruppe mit. Der Manchester-City-Stürmer hat in der Premier League und Champions League gezeigt, dass er Spiele allein entscheiden kann – sein Torriecher, seine Explosivität, seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor sind weltklasse. Das Problem: Die norwegische Mannschaft drum herum ist nicht auf dem gleichen Niveau. Martin Ødegaard im Mittelfeld ist exzellent, aber die Defensive hat Schwächen, die Frankreich gnadenlos ausnutzen wird. Ein Duell Mbappé gegen Haaland hat das Zeug zum Spektakel – allerdings werden wohl eher Frankreichs Verteidiger gegen Haaland gefragt sein als umgekehrt. Saliba und Upamecano gegen Haaland: Das könnte das Duell des Gruppenspieltages werden.

Der Irak ist der Außenseiter der Gruppe und wird als WM-Neuling dieser Generation ohne große Erwartungen anreisen. Die irakische Mannschaft, die sich überraschend über die asiatische Qualifikation durchsetzte, wird kämpfen und leiden, aber gegen Frankreichs Qualität dürfte das nicht reichen. Für Deschamps ist dieses Spiel die Gelegenheit, Reservisten einzusetzen und die Stammkräfte zu schonen. Ein Rotationsspiel, das trotzdem gewonnen werden muss.

Der wahrscheinliche Verlauf: Frankreich gewinnt alle drei Gruppenspiele, trifft mindestens zwölf Tore und kassiert höchstens eines oder zwei. Das Achtelfinale würde dann gegen einen Drittplatzierten führen – möglicherweise Ecuador, Serbien oder eine andere Mannschaft, die in der Vorrunde strauchelte. Erst im Viertelfinale, wenn es gegen einen Gruppenzweiten aus einer starken Gruppe geht, beginnt der ernste Teil des Turniers.

Deschamps‘ System: Pragmatismus und Talent

Didier Deschamps ist kein Romantiker. Er hat nie behauptet, schönen Fußball spielen zu wollen – er will gewinnen. Sein Pragmatismus hat Frankreich zwei WM-Finalteilnahmen in Folge beschert, und er wird bei der WM 2026 nicht davon abweichen. Das System ist klar: solide Defensive, kontrolliertes Mittelfeld, explosive Offensive. Nicht mehr, nicht weniger. Kritiker nennen es langweilig, Deschamps nennt es erfolgreich.

Die Grundformation ist ein 4-3-3, das sich gegen den Ball in ein 4-4-2 oder 4-5-1 verwandeln kann. Mbappé hat die Freiheit, von links in die Mitte zu ziehen, während Dembélé oder Barcola die Breite auf rechts halten. Griezmann pendelt zwischen den Linien, mal als falsche Neun, mal als Zehner hinter Thuram oder Kolo Muani. Diese Flexibilität macht Frankreich schwer zu verteidigen – Gegner müssen Mbappés Läufe antizipieren, Griezmanns Kreativität neutralisieren und gleichzeitig die Flügelspieler kontrollieren. Es ist ein System, das auf individueller Brillanz aufbaut, aber strukturiert genug ist, um nicht ins Chaos zu verfallen.

Defensiv verlässt sich Deschamps auf die individuelle Qualität seiner Spieler. Saliba und Upamecano sind schnell genug, um Fehler auszubügeln, Tchouaméni räumt vor der Abwehr ab wie ein junger Kanté. Das Pressing ist nicht so intensiv wie bei anderen Topmannschaften, aber effektiv genug, um den Gegner unter Druck zu setzen. In K.o.-Spielen neigt Deschamps dazu, noch defensiver zu agieren – er opfert dann oft einen Offensivspieler für zusätzliche Stabilität im Mittelfeld. Diese Bereitschaft, Risiken zu vermeiden, ist sein Markenzeichen.

Was Deschamps von anderen Trainern unterscheidet, ist sein Gespür für das Management großer Egos. Der französische Kader ist voller Stars, voller Spieler, die bei ihren Vereinen die Nummer eins sind. Sie alle bei Laune zu halten, die richtige Balance zwischen Spielzeit und Schonung zu finden, Konflikte im Keim zu ersticken – das ist eine Kunst, die Deschamps meisterhaft beherrscht. Seit er 2012 Nationaltrainer wurde, gab es keinen öffentlichen Streit, keine Skandale, keine Cliquenbildung. Das Team funktioniert, weil Deschamps es am Laufen hält.

Deschamps‘ größte Stärke bleibt seine Turniererfahrung. Er hat 1998 als Kapitän den WM-Titel gewonnen, 2000 die Europameisterschaft. Als Trainer führte er Frankreich 2018 zum Titel und 2022 ins Finale. Er weiß, wie man eine Mannschaft über 39 Tage bei Laune hält, wie man mit Druck umgeht, wie man in entscheidenden Momenten die richtigen Wechsel bringt. Dieses Wissen ist unbezahlbar – und ein Grund, warum Frankreich der Favorit ist. Kein anderer Trainer bei dieser WM hat so viel Erfahrung in großen Spielen, auf der größten Bühne.

Der dritte Stern: Die Favoritenrolle

Frankreich geht als Favorit in die WM 2026, und diese Rolle ist verdient. Kein anderes Team vereint so viel Erfahrung mit so viel Talent, so viel Tiefe mit so viel Qualität an der Spitze. Die Buchmacher sehen Les Bleus mit Quoten zwischen 5.00 und 6.00 als wahrscheinlichsten Weltmeister, und diese Einschätzung spiegelt die Realität wider. Es gibt schlicht kein Team, das auf dem Papier stärker ist.

Was für Frankreich spricht: der Kader, die Erfahrung, die Turnierhistorie. Mbappé ist im perfekten Alter, Griezmann bringt Erfahrung, die jungen Spieler wie Tchouaméni und Saliba haben sich bei ihren Vereinen auf höchstem Niveau bewiesen. Deschamps kennt jeden Trick, der nötig ist, um ein Turnier zu gewinnen. Und die Mannschaft hat die Narbe von 2022 – sie weiß, wie es sich anfühlt, im entscheidenden Moment zu verlieren, und wird alles tun, um dieses Gefühl nicht noch einmal zu erleben.

Was gegen Frankreich spricht: Der Druck der Favoritenrolle kann lähmend sein. Die Konkurrenz ist stark – Argentinien als Titelverteidiger, England mit der talentiertesten Generation seiner Geschichte, Brasilien hungrig nach dem sechsten Stern, Spanien als Europameister, Deutschland als Gastgeber der Herzen. Und es gibt die Frage der Motivation: Nach einem WM-Titel und einer Finalteilnahme, ist der Hunger noch da? Ich glaube ja, weil Mbappé und Griezmann diesen Titel wollen, ihn brauchen, um ihre Karrieren zu krönen. Aber Turniere sind unberechenbar, und ein schlechter Tag kann alles zunichtemachen.

Ein Aspekt, der oft übersehen wird: Frankreichs Tiefe erlaubt es Deschamps, auf Verletzungen und Sperren zu reagieren, ohne an Qualität zu verlieren. Fällt Mbappé aus, rückt Dembélé ins Zentrum. Verletzt sich Tchouaméni, übernimmt Camavinga. Kein anderes Team bei dieser WM hat einen Plan B, der fast so gut ist wie Plan A. Diese Flexibilität ist im Verlauf eines langen Turniers Gold wert.

Meine Einschätzung: Frankreich erreicht mindestens das Halbfinale. Der Titel ist realistisch, vielleicht sogar wahrscheinlich. Eine Quote von 5.50 auf den Weltmeister ist fair – weder Schnäppchen noch übertrieben. Ein besserer Wert könnte bei „Frankreich erreicht das Finale“ liegen, wo Quoten um 2.50 angeboten werden. Angesichts der leichten Gruppe und des wahrscheinlich einfachen Achtelfinals ist das attraktiv. Wer auf Mbappé als Torschützenkönig setzen will, findet ebenfalls interessante Quoten – seine Torgefahr in K.o.-Spielen ist legendär.

Meine Prognose für Les Bleus

Frankreich wird bei der WM 2026 eine entscheidende Rolle spielen, daran besteht kein Zweifel. Die Mannschaft hat alles, was es braucht, um den dritten Stern zu holen: die Spieler, den Trainer, die Erfahrung, die Mentalität. Mbappé wird das Turnier prägen, Griezmann wird im Hintergrund die Fäden ziehen, Deschamps wird die richtigen Entscheidungen treffen. Das ist mein Szenario, und ich halte es für wahrscheinlich. Nicht sicher, aber wahrscheinlich.

Der Turnierweg sieht auf dem Papier günstig aus. Gruppenphase gegen Senegal, Norwegen und Irak – keine echten Gefahren. Achtelfinale gegen einen Drittplatzierten, vermutlich ein Team wie Ecuador, Türkei oder Serbien. Viertelfinale gegen einen Gruppenzweiten aus der anderen Hälfte des Brackets. Erst im Halbfinale, möglicherweise gegen Argentinien oder Brasilien, beginnt der wirklich harte Teil. Aber bis dahin wird Frankreich warm gespielt sein, selbstbewusst, bereit für den großen Moment.

Das Risiko liegt in der Psychologie. Der Fluch des Favoriten ist real – Teams, die als haushohe Gewinner gehandelt werden, scheitern oft an den eigenen Erwartungen. Frankreich muss den Druck aushalten, der mit jeder Runde steigt. Im Viertelfinale gegen einen Gegner wie Deutschland oder die Niederlande. Im Halbfinale gegen England oder Brasilien. Im Finale gegen Argentinien oder Spanien. Jedes dieser Spiele kann verloren werden, und ein einziger Fehler kann das Ende bedeuten. Ich habe zu viele Turniere gesehen, um die Unberechenbarkeit zu unterschätzen.

Trotzdem: Wenn ich einen Favoriten nennen müsste, wäre es Frankreich. Nicht mit großer Sicherheit, aber mit der Überzeugung, dass dieses Team die beste Kombination aus Qualität und Erfahrung besitzt. Mbappé verdient diesen Titel, Deschamps verdient diesen Titel, Frankreich verdient diesen Titel. Ob sie ihn bekommen, werden sechs Wochen im Sommer 2026 zeigen. Das Talent ist da, der Wille ist da, der Plan ist da. Was fehlt, ist nur das bisschen Glück, das jeder Weltmeister braucht. Alle WM-Teilnehmer und ihre Chancen findest du in unserem großen Teamüberblick zur WM 2026.

Ist Frankreich der Favorit bei der WM 2026?

Ja, Frankreich gilt bei den Buchmachern mit Quoten zwischen 5.00 und 6.00 als größter Favorit, knapp vor Argentinien und England. Die Kombination aus Kadertiefe, Erfahrung und Turnierhistorie macht Les Bleus zum Team, das es zu schlagen gilt.

In welcher Gruppe spielt Frankreich bei der WM 2026?

Frankreich wurde in Gruppe I gelost und trifft auf Senegal, Norwegen und den Irak. Die Gruppe gilt als eine der leichteren des Turniers und sollte für Les Bleus keine ernsthafte Hürde darstellen.

Wer sind Frankreichs wichtigste Spieler 2026?

Kylian Mbappé führt die Offensive an, Antoine Griezmann agiert als kreativer Kopf, Aurélien Tchouaméni kontrolliert das Mittelfeld. In der Abwehr ist William Saliba der Schlüsselspieler, im Tor steht Mike Maignan.

Wie oft wurde Frankreich Weltmeister?

Frankreich wurde zweimal Weltmeister: 1998 im eigenen Land und 2018 in Russland. Bei der WM 2022 in Katar verlor das Team das Finale gegen Argentinien im Elfmeterschießen. Ein dritter Titel würde Frankreich auf eine Stufe mit Argentinien stellen.